Die BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen hat am Samstagabend ihre Ausgangsposition im Kampf um die Play-Off Plätze in der BARMER 2. BASKETBALL BUNDESLIGA nachhaltig verbessert. In der Stadtberger Sporthalle bezwang man vor 855 Zuschauern die Ahorn Camp Baskets Speyer mit 87:78. In der Tabelle kletterte man dadurch hoch auf Platz fünf. Nach Minuspunkten punktgleich mit dem Tabellendritten und nun vier Zähler vor dem Tabellenneunten, dem Platz, welcher am Ende keine Teilnahme an der Saisonverlängerung erhält. Vier Spieltag stehen in der Hauptrunde noch auf dem Programm. Der Sieg gegen die Baskets brachte einen weiteren positiven Nebeneffekt: Der direkte Vergleich gegen die Domstädter, angesichts des engen Tabellenbildes in dieser Saison sicher noch von großer Bedeutung, wurde von den Kangaroos auch gewonnen.
Das Spiel begann etwas zäh, man merkte beiden Teams an, dass es um sehr viel an diesem Abend ging. Nach dem ersten Viertel hatten die Kangaroos null von acht Dreiern getroffen, Speyer einen von sieben. Ein 14:15 Niedrigscore auf der Anzeigetafel war die Folge davon. Den Stadtbergern gelang es dabei immerhin, einen zwischenzeitlichen 6:14 Rückstand zu egalisieren. Ferenc Gille, der erstmals nach langer Verletzungspause wieder im Team stand und ein sehr gelungenes Comeback feierte, gelang per Korbleger zum 18:17 erstmals wieder eine Führung für die Heimischen zu erzielen. Clint Hamann erhöhte etwas später sogar zum 36:29, der höchsten BG-Führung in der ersten Halbzeit. Speyer konterte erneut, und so ging es beim Spielstand von 44:44 ausgeglichen in die Halbzeitpause. Die Dreierquote der Leitershofer war allerdings kaum besser geworden, nur ein einziger Treffer gelang von jenseits der 6,75 Meter Linie bei 14 Versuchen (Vergleich Baskets: auch nur 2 von 11).
Das dritte Viertel stand dann ganz im Zeichen der Kangaroos. Man zeigte spielerisch und kämpferisch eine sehr gute Leistung und zog bis auf 71:61 davon. Gewonnen war das Match aber noch nicht. In den letzten zehn Minuten stellte der Gegner auf eine unangenehme Zonenverteidigung um und glich bis zur 37. Spielminute wieder zum 75:75 aus, die Partie drohte zu kippen. Wie schon vor Wochenfreist in Dresden übernahm erneut Kapitän Jannik Westermeir die Verantwortung und traf nun zwei Dreier binnen einer Minute. Das war eine Vorentscheidung. Die Pfälzer mühten sich redlich, hatten den Schwaben aber final nichts mehr entgegenzusetzen.
BG-Chefcoach Emanuel Richter zeigte sich anschließend zufrieden mit seinem Team: „Trotz 32 Freiwürfe für Speyer und nur 17 für uns und der schwachen Dreierquote von 15% haben wir als Mannschaft gewonnen. Es war ein sehr wichtiger Sieg für das Erreichen der Play-Offs und die Jungs haben einen guten Job gemacht. Die Rückkehr von Ferenc hat uns sehr gutgetan“, so Richter. Kangaroos-Geschäftsführer Wayne Chico Pittman, der die Partie in den USA weilend am Stream verfolgte, analysierte die beiden Hälften etwas differenzierter: „Am Anfang war die execution am Brett nicht fokussiert genug und wir haben die Dreier unglaublich schlecht getroffen. Nach der Halbzeit war es ein packendes Spiel für die Fans auf hohem Niveau mit vielen Dunkings, der Sieg geht in Ordnung, auch weil wir inzwischen bei engen Partien am Ende cool bleiben. Das Jannik dann am Ende nach bis dato einem von 18 Dreiern für sein Team zwei Mal so cool bleibt und sich traut, die Würfe zu nehmen, spricht für ihn“, so Pittman.
Kangaroos Co-Trainer Martin Jankov analysierte die Statistiken wie folgt: „Die Dreier wurden schon erwähnt. Wir hatten aber auch 82% Trefferquote von der Freiwurflinie und nur 8 Turnovers, dazu neun Rebounds mehr als der Gegner. Das war entscheidend. Die Effizienzwerte zeugen dazuhin von einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung“, so Jankov. Am kommenden Wochenende hat die BG aufgrund der Länderspielpause spielfrei, am 7. März geht es erneut zu Hause weiter gegen den Tabellenzweiten BBC Coburg.
BG Hessing Leitershofen: Dawson (14), Gregori (2), Göbel, Richardson (8), Womala (9), Anderson, Ansah (8), Gille (15), Heinrich, Hamann (8), Westermeir (11), Alte (12).
Beste Werfer Speyer: Geißler (18), Diala (17), Woodmore (11), Ade-Eri (11)