Nach Sieg im Langener Basketballkrimi Play Offs praktisch erreicht 

Nach Sieg im Langener Basketballkrimi Play Offs praktisch erreicht
Nach Sieg im Langener Basketballkrimi Play Offs praktisch erreicht
Bildquelle: Kangaroos Social Media

Es herrschte Spannung pur am Samstagabend im Sportpark Oberlinden in Langen. Am Ende entschied die BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen einen wahren Basketball Krimi in der BARMER 2. BASKETBALL BUNDESLIGA beim TV Langen hauchdünn mit 94:92 (46:52) für sich. Damit stehen die Kangaroos so gut wie sicher in der Play-Off Runde. Sollten die Dresden Titans am Sonntagabend in Ulm unterliegen, gäbe es bereits keine einzige rechnerische Möglichkeit mehr, dass dem so nicht kommen könnte. Aber auch bei einem Dresdner Sieg müssten sehr unwahrscheinliche Konstellationen an den letzten beiden Spieltagen der Hauptrunde eintreten, dass die BG ihr Saisonziel nicht erreichen wird. Der Blick der Kangaroos geht aber sicherlich in eine andere Richtung. Mit dem Sieg in Langen ist man in der Tabelle auf Platz vier vorgerückt, der im Play-Off Achtelfinale das Heimrecht sichern würde. Diesen Platz gilt es nun nächste Woche gegen Oberhaching in eigener Halle (Samstag, 19.30 Uhr) und am letzten Spieltag auswärts in Frankfurt zu verteidigen. Allerdings gegen zwei Teams, die auch noch hart um die Saisonverlängerung kämpfen und nichts zu verschenken haben..

Die einfachen Lay-Ups einfach mal zu verwandeln, das hatte Kangaroos Geschäftsführer Wayne Chico Pittman nach dem Coburg Spiel letzte Woche noch gefordert. Seine Mannschaft schien allerdings nicht unbedingt gewollt, das umzusetzen. Gleich die ersten einfachen Würfe wurden leichtfertig vergeben. Und so dauerte es fast vier Minuten, bevor der BG per Dunking durch Centerspieler Tom Alte überhaupt der erste Korb gelang. Die Giraffen aus Langen schienen etwas überrascht über so wenig Gegenwehr. Sie hatten mit Jacob Washington angesichts des sicheren Klassenerhalts ihren US-Amerikaner vor dem Spiel in Richtung Luxemburg ziehen lassen, dazu fehlte auch 3×3 Weltmeister Leon Fertig. Auf der Bank saß in Zivil ein alter Bekannter: Ex-Kangaroo Nicolas Lagerman war die gesamte Saison verletzungsbedingt noch nicht eingesetzt worden. Die lasche Spielweise der Kangaroos wurde bestraft, 14:28 nach dem ersten Viertel, kurz darauf ein 21:43 Rückstand, es deutete sich ein Debakel an. In der Verteidigung stand man nur Spalier, vor allem Lagerman-Bruder Alexander nutze dies nach Belieben und netzte aus allen Lagen ein. Im Angriff waren die Kangaroos einfallslos und behäbig. Dann ging allerdings ein Ruck durch das Team von Cheftrainer Emanuel Richter. Die alte Regel, dass man Spiele in der Verteidigung gewinnt, schien nun zu fruchten, zahlreiche Ballgewinne, mehr Intensität und eine hohe Trefferquote sowie variableres Spiel im Angriff leiteten die Aufholjagd ein. Bis zur Halbzeit wurde der Rückstand auf 6-Punkte reduziert, in der 25. Spielminute kam man nach einem Korb von Ferenc Gille auf 58:59 heran, das Momentum war wieder auf der Seite der Gäste. Danach leistet man sich aber drei klägliche Ballverluste und gestattete dem eigentlich angeknockten Gegner einen 12:0 Lauf. Schwer vorstellbar für die Fans, ein zweites Mal in das Spiel zurückzukehren. Doch den Stadtbergern gelang auch dies. Es war ein Spiel der Läufe, und der nächste gehörte wieder der BG. Man überwand die kurzzeitige Schwächephase und ging durch den überragenden Brain Dawson in der 35. Spielminute erstmals in diesem Spiel überhaupt in Führung. Per Halbdistanzwurf trad der US-Amerikaner zum 80:78. Eine Minute vor dem Ende führten die Kangaroos sogar 90:84 bei eigenem Ballbesitz. Es hätte aber kaum zu diesem Abend gepasst, wenn man das Spiel in Ruhe zu Ende gebracht hätte. Von sechs Stop-Clock Freiwürfen traf man nur zwei. Besonders bitter, der letzte Wurf von Zion Richardson fand eigentlich der Weg in die Reuse, allerdings wurde er wegen Übertreten der Linie zu Recht annulliert. Vollkommen unnötig gewährte man Langen so vier Sekunden vor dem Ende eine Auszeit und die Chance auf einen letzten Wurf. Es wurden schon Erinnerungen an das Erfurt-Spiel vor einigen Wochen wach, als man exakt in dieser Konstellation den Sieg verspielte. Dieser letzte Wurf der Südhessen verfehlte dann aber das Ziel und der starke Clint Hamann sicherte sich den finalen Rebound. Am Ende war es zweifellose ein Sieg der Moral gegen einen unbeschwert und stark aufspielenden Gegner.

BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen: Dawson (28), Gregori (7), Göbel, Richardson (18), Womala, Ansah, Gille (6), Heinrich, Hamann (16), Westermeier (9), Alte (10)

Beste Spieler Langen: Alexander Lagerman (34), Vasiljevic (12), Pons (11).

Stimmen zum Spiel:

BG-Cheftrainer Emanuel Richter: „Glückwunsch an Langen für den großen Kampf heute. Mit unserer Leistung, besonders im ersten Viertel, können wir nicht zufrieden sein. Positiv war jedoch die Reaktion unserer Mannschaft. Nach einem Rückstand mit 22 Punkten wieder zurückzukommen, spricht für den Charakter meines Teams“.

Kangaroos Co-Trainer Martin Jankov: “21 Turnovers sind zu viel und auch mit 57% der Freiwürfe können wir nicht zufrieden sein, Langen hatte da beeindruckende 90%. Das Rebound Duell haben wir klar gewonnen und 40% von der Dreierlinie sind auch sehr gut. Individuell hat neben Brain heute auch Clint sehr gute Werte, 33 Minuten Spielzeit, 16 Punkte, 8 Rebounds, das ist top“.

Kangaroos Geschäftsführer Wayne Chico Pittman: „Wir sind sehr behäbig in das Spiel gestartet. Danach haben wir großartig aufgeholt und als Langen müde wurde, das Spiel mit etwas Glück für uns entschieden. Heute hatten wir trotz vieler individueller Fehler, die so nicht vorkommen dürfen auf diesem Niveau, am Ende dieses Glück mal auf unserer Seite. Die Play-Offs sind nun praktisch geschafft, aber klar, es geht jetzt um da Heimrecht und da benötigen wir am Samstag im letzten Heimspiel der Hauptrunde gegen Oberhaching einen Sieg und bauen auf unsere Fans. Schön war heute, unseren Ex-Spieler Nico Lagerman wieder zu treffen“.

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24. JANUAR 2026 VS Porsche BBA Ludwigsburg

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